84 Prozent der Schweizer fürchten Zunahme von Extrem-Wetter
©Bild: Keystone
Umfrage
Schweiz

84 Prozent der Schweizer fürchten Zunahme von Extrem-Wetter

08.07.2024 10:22

Baseljetzt

Die grosse Mehrheit der Schweizer:innen befüchtet, dass extreme Wetterereignisse wie Starkregen oder Hitze als Folge des Klimawandels weiter zunehmen.

Knapp 80 Prozent sorgen sich, dass Umweltschäden für folgende Generationen zu spät abgewendet werden. Um das Klima zu schonen, wollen 69 Prozent grundsätzlich auf eine Wärmepumpe zum Heizen umstellen. So lauten Ergebnisse der Umfrage «Energie-Trendmonitor 2024». Dazu wurden Verbraucherinnen und Verbraucher der Schweiz bevölkerungsrepräsentativ von einem Marktforschungsinstitut im Auftrag von Stiebel Eltron befragt.

«Die Schweizerinnen und Schweizer sind angesichts der Auswirkungen des Klimawandels besorgt – gleichzeitig zeigt unsere Umfrage eine grosse Bereitschaft, dieser Entwicklung selbst entgegensteuern zu wollen», sagt Patrick Drack, Geschäftsführer von Stiebel Eltron Schweiz.

Folgen des Klimawandels in der Schweiz

Die Schweiz ist als Alpenland besonders vom Klimawandel betroffen: Landesweit ist die Temperatur nach Informationen des Bundesamtes MeteoSchweiz inzwischen um 2.5 Grad wärmer als noch vor 150 Jahren. Dafür sind Treibhausgase wie CO2 verantwortlich. Sie bewirken, dass Wärme nicht mehr aus der Erdatmosphäre entweicht. Die wärmere Luft kann wiederum mehr Wasser aufnehmen.

Damit befördert der Klimawandel die Zunahme von Starkregen – in der Schweiz hat die Häufigkeit in den letzten gut 100 Jahren um 30 Prozent zugenommen. Das Bundesamt informiert zudem, dass Hitzewellen häufiger und intensiver geworden sind. Dagegen sind Schneetage unter 800 m seit 1970 um 50 Prozent zurückgegangen und das Gletschervolumen seit 1850 um 60 Prozent geschrumpft.

Abkehr von CO2 voranbringen

«Es führt kein Weg daran vorbei, die Treiber des Temperaturanstiegs – also fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas – zurückzufahren», sagt Drack. «Vor diesem Hintergrund begrüssen wir die Zustimmung der Schweizerinnen und Schweizer per Volksabstimmung zum zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien, um die Stromversorgung sicherzustellen.»

Der saubere Strom lasse sich von den Privathaushalten mit einer Wärmepumpe zum Heizen nutzen. Das sei wichtig, denn bei der Abkehr von schädlichen CO2-Emissionen in den Privathaushalten sei der Heizungskeller eine «zentrale Stellschraube».

Klimaschutz muss bezahlbar bleiben

Beim Kampf gegen den Klimawandel wünschen sich laut Umfrage «Energie-Trendmonitor» 81 Prozent der Befragten, dass der Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen im Altbau stärker vorangetrieben werden sollte. Gleichzeitig betonen die Menschen, wie wichtig es ist, dass der Klimaschutz für die privaten Haushalte bezahlbar bleibt.

Finanzielle Unterstützung zum Umstieg auf eine klimafreundliche Wärmepumpenheizung erhalten die Haushalte von Bund, Kantonen und Gemeinden. (sda/mei)

Feedback für die Redaktion

Hat dir dieser Artikel gefallen?

Kommentare

Dein Kommentar

Mit dem Absenden dieses Formulars erkläre ich mich mit der zweckgebundenen Speicherung der angegebenen Daten einverstanden. Datenschutzerklärung und Widerrufshinweise

08.07.2024 10:44

Freddi1985

Ist doch normal . In der zyt

2 0
08.07.2024 09:04

spalen

erkenntnis besteht – nun sollten auch konsequenzen folgen, und das nicht nur gesamtgesellschaftlich, sondern auch auf individueller ebene!

2 1

Kommentare lesen?

Um Kommentare lesen zu können, melde dich bitte an.