
Autodiebe stehlen Tresor voller Schlüssel und dann vier Boliden
David Frische
Der Fahrzeughändler Auto Aebi in Allschwil ist Opfer eines grossen Diebstahls geworden. Unbekannte klauten vier Autos. Dabei gingen sie schrittweise vor – und mit brachialer Gewalt.
Das Unheil begann kurz vor Weihnachten, am 19. Dezember. Drei unbekannte Personen brachen bei Auto Aebi in Allschwil ein und stahlen den Tresor des Autohändlers. Darin befanden sich mehrere Autoschlüssel. Die Weihnachtstage musste der Besitzer des Autohauses voller Sorge verbringen, wie Michael Aebi selbst gegenüber dem «Blick» schildert. Er und seine Familie hätten Angst gehabt, da sämtliche Autoschlüssel in fremder Hand waren.
Um seine Fahrzeuge zu schützen, habe er einen Sicherheitsmitarbeiter engagiert. Für die Autos bestellte er bei den Herstellern neue Schlüssel. Und er umstellte besonders gefährdete Boliden mit Autos, die er von der Nachbargarage zur Verfügung gestellt bekam. «So wollten wir verhindern, dass die Diebe mit den Autos wegfahren können», so Aebi zum «Blick».
«Auto als Rammbock benutzt»
Die Täterschaft kehrte in der Nacht auf Montag, 29. Dezember zurück. Sie seien zu sechst gewesen. Und sie gingen mit brachialer Gewalt vor, wie Aebi schildert. «Sie haben ein Auto als Rammbock benutzt.» Damit verschafften sie sich Zugang zu den Fahrzeugen. Sie stehlen vier Autos, drei Mercedes und einen BMW. Der Sicherheitsbeamte alarmierte die Polizei, diese sei aber einige Minuten zu spät eingetroffen.
Zwei der vier gestohlenen Autos sind inzwischen wieder aufgetaucht. Eines sei wenige hundert Meter vom Autohaus entfernt zurückgelassen worden, so Aebi. Ein zweites Auto tauchte tags darauf bei einer Raststätte in Mulhouse (F) wieder auf – es sei schwer mitgenommen. Die anderen zwei Fahrzeuge wurden bislang nicht gefunden.
Die Baselbieter Polizei bestätigt auf Anfrage von Baseljetzt die Vorkommnisse. Aus polizeitaktischen Gründen will sie sich aktuell nicht weiter dazu äussern.
Autos nun zusätzlich gesichert
Autohändler Michel Aebi hofft, dass die Täterschaft bald gefunden wird. «Es ist auch die Sorge da, dass die Diebe zurückkehren und noch mehr zerstören», sagt der 38-Jährige zum «Blick». Die Täter seien noch im Besitz von etwa zehn weiteren gestohlenen Autoschlüsseln. Der Schaden des Diebstahls belaufe sich auf weit über 100’000 Franken. Um weitere Diebstähle zu verhindern, habe er die gefährdeten Autos nun mit 1,6 Tonnen schweren Betonsteinen umstellt und zusätzlich Autos drum herum geparkt.
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