
CHI Basel: Jeder Sprung hat seinen eigenen Platz im Lager
Yannick Fuhrer
Der CHI in Basel ist am Donnerstag gestartet. Die Arbeit im Hintergrund begann jedoch schon viel früher: Materialchef Daniel Zimmerli sorgt mit seinem Team dafür, dass die Hindernisse richtig gelagert sind und während der Shows alles reibungslos läuft.
Während sich die Pferde mit ihren Reiterinnen und Reitern am Mittwochnachmittag an die Begebenheiten in der St. Jakobshalle gewöhnten, wurden nur wenige Meter daneben alle Hindernisse angeliefert und eingelagert. Seit Jahren als Erster vor Ort ist Materialchef Daniel Zimmerli. Bevor seine Helfer eintreffen, sorgt er dafür, dass alles, was nicht am CHI gebraucht wird, weder im Weg steht noch wertvollen Lagerplatz blockiert: «Jetzt stand noch viel Technik hier herum. Deshalb ist es wichtig, dass ich früh komme, bevor 16 Leute da stehen und einräumen wollen. Das sind einfach Erfahrungen, die wir über die Jahre gemacht haben.»
Fluchtwege und wenig Stauraum
Zimmerli und sein Team sind dafür verantwortlich, dass alle Hindernisse ihren Platz im Lager finden und von dort aus schnell wieder in die Halle gebracht werden können. Auf den ersten Blick wirkt das Lager gross, doch dieser Eindruck täuscht. Vor allem die Sicherheitsvorschriften machen das Einlagern zu einer Herausforderung: «Die Sicherheitsvorschriften müssen unbedingt eingehalten werden, und da wird sehr genau hingeschaut. Der ganze Gang muss bis zur gelben Linie frei bleiben. Zudem befindet sich die gesamte Infrastruktur der Halle hier unten in einem anderen Raum, und dorthin muss jederzeit Zugang gewährleistet sein.»
Mit den Jahren weiss das Team grösstenteils, welches Hindernis wohin gehört. Dennoch kommen jedes Jahr neue Sprünge dazu. Die grösste Schwierigkeit stellen jedoch die Umbauarbeiten während des CHI dar: «An erster Stelle steht, dass die Fluchtwege auch dann frei bleiben müssen. Je nach Show kommen zusätzlich Leute und Pferde hier nach hinten – das weiss ich im Voraus nie, da lasse ich mich jedes Jahr überraschen. Wir haben zwei Fahrzeuge mit jeweils zwei Anhängern für die Hindernisse, und diese müssen wir hier auch noch wenden können. Bei dem wenigen Platz ist das eine Herausforderung. Die Gestelle für die Stangen habe ich beispielsweise selbst gebaut. So kommen wir nicht über den gelben Strich, und alles ist sauber verräumt.»
Ferien im Betrieb für Mithilfe am CHI
Es sind fünf lange und stressige Tage, in denen das Team stets flexibel bleiben muss. Um am CHI dabei zu sein, nehmen Daniel Zimmerli und seine Helfer extra Ferien – etwas, das er jedoch gerne tut: «Die ganze Veranstaltung ist wie eine grosse Familie, und wir haben hier einen super Zusammenhalt. Ausserdem mache ich diese Arbeit einfach sehr gerne. Wir werden als Helfer geschätzt, und das ist etwas Schönes.»
Der Abbau nach dem CHI geht laut Zimmerli dann schnell vonstatten. Anschliessend kommen die speziellen Basler Sprünge wieder ins Lager auf dem Reitplatz Schänzli. Dort bleiben sie, bis sie ein Jahr später erneut von Daniel Zimmerli und seinem Team in die Joggelihalle gebracht werden.
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Mirko_Stan
Springreiten ist in meinen Augen Tierquälerei.