
Einsprachen bremsen die Umgestaltung der Austrasse
Leonie Fricker
Gegen die Erneuerung der Austrasse regt sich Widerstand. Dadurch verzögern sich die Bauarbeiten. Und das 6er-Tram muss allenfalls bis über das Jahr 2026 hinaus umgeleitet werden.
Die geplante Umgestaltung der Austrasse verzögert sich. Grund sind elf Einsprachen gegen das Vorhaben, welches 2022 vom Grossen Rat beschlossen wurde.
Wie das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) am Montag mitteilt, muss der Bau der neuen Tramgleise und der Strassenoberfläche nun verschoben werden. Ab November 2025 wären diese Arbeiten im ersten Bauabschnitt vorgesehen gewesen. Nach Abschluss der Leitungsarbeiten wird die Strassenoberfläche deshalb vorerst nur provisorisch instand gestellt, schreibt das BVD.
6er-Umleitung könnte sich in die Länge ziehen
Sollte der Gleisbau nicht spätestens im Februar 2026 starten, könnte sich die Umleitung des 6er-Trams über Markthalle, Steinen- und Spalenring über das Jahr 2026 hinaus verzögern. Ursprünglich war geplant, die Tramlinie 6 bis 31. Dezember 2026 umzuleiten.
Seit März 2025 erneuern BVD, BVB und IWB Tramgleise, Leitungen und Strassenoberfläche der Austrasse. Gleichzeitig will der Kanton die Gelegenheit zur Umgestaltung der Strasse nutzen: Fahrgäste sollen künftig an den Haltestellen Brausebad, Schützenmattstrasse und Holbeinstrasse stufenlos ein- und aussteigen können. Die Haltestelle Holbeinstrasse soll leicht verlegt, die Bushaltestelle Schützenmattstrasse behindertengerecht umgebaut werden. Zudem sollen die Abstände zwischen Trams, Strassenverkehr und Fussgängern vergrössert werden.
Zweite Bauetappe steht bevor
Im ersten Abschnitt zwischen Spalenring und Schützenmattstrasse wurden die alten Tramgleise bereits abgebrochen. Bis Ende 2025 erneuert IWB Energie- und Wasserleitungen und baut eine neue Fernwärmeleitung. Die Leitungsarbeiten im zweiten Abschnitt zwischen Schützenmattstrasse und Leimenstrasse beginnen am 8. September 2025. In den Baustellenbereichen bleibt die Austrasse für Auto- und Veloverkehr gesperrt. Der Abschnitt zwischen Leimenstrasse und Holbeinstrasse soll im Frühjahr 2026 folgen.
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pserratore
Bürokratie?!
Sonnenliebe
Diese Einsprachen immer wieder, irgendwie ist das typisch in der Schweiz. Es ist sehr schwierig so gewisse Projekte durchzusetzen.