Eintauchen in die Geschichte des Basler Journalismus
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Historisch
Basel-Stadt

Eintauchen in die Geschichte des Basler Journalismus

07.12.2025 13:00 - update 07.12.2025 12:48
Michael Kempf

Michael Kempf

Für sein Buch «Presseschau – Die Geschichte der Basler Medien 1831–2025» ist Historiker David Tréfas tief in die archivierte Vergangenheit des Basler Journalismus eingetaucht. Ein Teil davon ist nun als Ausstellung in der Unibibliothek zu sehen.

Die Geschichte der Basler Medien beginnt im Jahr 1831, davor gab es in Basel-Stadt keine Presse, wie David Tréfas, Autor des Buchs «Presseschau – Die Geschichte der Basler Medien 1831–2025», berichtet. Sie wurde damals als nicht notwendig empfunden. Erst durch den Konflikt der Kantonstrennung (als sich Basel-Landschaft von Basel-Stadt trennte) änderte sich diese Einstellung. «Als es dann zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen kam, haben sich einige Basler zusammengetan und gesagt, dass sie eine Stimme bräuchten, die in die ganze Eidgenossenschaft hineinsendet», sagt Tréfas.

Die erste Frau im Basler Journalismus

Das erste Oppositionsblatt in Basel-Stadt war «Der Basilisk». Dort stiess David Tréfas auch auf die erste Frau im Basler Journalismus: Henriette Eckstein hatte 1841 dokumentiert, wie ihr Mann, der Gründer von «Der Basilisk», aufgrund von Verleumdung ins Gefängnis musste. «Ansonsten hat man eher das Gefühl, dass die ersten Frauen viel später im Journalismus tätig waren. Das ist für die damalige Zeit verständlich, als sich das alte Basel noch in der Zunftwelt befand, in der eigentlich die ganze Familie bei der Zeitung mitwirkte», sagt Tréfas.

Ausstellung in der Unibibliothek

Zur Basler Mediengeschichte gibt es nicht nur ein Buch, sondern auch eine kleine Ausstellung in der Universitätsbibliothek. Diese beleuchtet die Basler Medien bei Grossereignissen wie etwa der Corona-Pandemie oder dem Chemieunglück beleuchtet. Durch Katastrophen werden nämlich auch immer wieder neue Medien entdeckt. So etwa auch beim Brand in der Schweizerhalle. «Es gibt eine Meldung ins Studio und Radio Basilisk ist jung und flexibel», sagt David Tréfas «Cathy Flaviano springt ins Auto, fährt hinaus und berichtet live. Und sie ist die erste vor Ort.»

Ende November ist das Buch «Presseschau – Die Geschichte der Basler Medien 1831–2025» erschienen. Die Ausstellung in der Unibibliothek kann noch bis zur Museumsnacht am 23. Januar 2026 besucht werden.

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Kommentare

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07.12.2025 20:46

Hoschi

Ist sicherlich eine interessante Ausstellung.

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07.12.2025 18:11

Thomy

Spannende / interessante Sache

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