Europäischer Filmpreis geht an «Sentimental Value»
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Berlin
Kultur

Europäischer Filmpreis geht an «Sentimental Value»

HEUTE • 12:45 Uhr - update HEUTE • 13:02 Uhr

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Das Drama «Sentimental Value» hat gleich sechs Europäische Filmpreise gewonnen, darunter die Auszeichnung für den besten Film. Der norwegische Filmemacher Joachim Trier erzählt darin ein Familiendrama.

Die Hauptdarsteller – der Schwede Stellan Skarsgård und die Norwegerin Renate Reinsve – gewannen beide Schauspielpreise. Trier wurde selbst auch für die beste Regie ausgezeichnet.

Fünf Auszeichnungen gingen an das Roadmovie «Sirât» des französischen Regisseurs Oliver Laxe, darin machen sich ein Vater und sein Sohn in der Wüste auf die Suche nach der verschwundenen Tochter.

Der Schweizer Film «Heldin» von Petra Volpe, der für die beste Hauptrolle nominiert war, ging leer aus. Der deutsche Beitrag für die Oscars – «In die Sonne schauen» von Regisseurin Mascha Schilinski – gewann eine Auszeichnung für das beste Kostümbild, wurde aber sonst trotz etlicher Nominierungen – unter anderem für die beste Kamera für den Schweizer Fabian Gampeleer – nicht prämiert.

Solidarität mit dem Iran

Die Eröffnungsrede hielt der iranische Regisseur Jafar Panahi («Ein einfacher Unfall»), der auf die Lage in seinem Heimatland hinwies. Die Regierung im Iran war zuletzt mit aller Härte gegen Demonstranten vorgegangen.

«Wenn die Welt heute nicht auf diese eklatante Gewalt reagiert, dann ist nicht nur der Iran, sondern die ganze Welt in Gefahr», sagte Panahi. Auch auf dem roten Teppich zeigten sich mehrere Filmschaffende solidarisch mit den Menschen im Iran.

Der Europäische Filmpreis, der abwechselnd in Berlin und einer anderen Stadt vergeben wird, wurde zum 38. Mal verliehen. Die rund 5.400 Mitglieder der Europäischen Filmakademie konnten – ähnlich wie bei den Oscars in den USA – über viele Preisträgerinnen und Preisträger abstimmen.

Wer noch ausgezeichnet wurde

Als bester Dokumentarfilm wurde «Fiume o Morte!» ausgezeichnet. Die Auszeichnung für das Lebenswerk ging an die norwegische Schauspielerin und Regisseurin Liv Ullmann («Szenen einer Ehe»).

Ausgezeichnet wurden auch Maren Ade, Janine Jackowski und Jonas Dornbach von der Berliner Produktionsfirma Komplizen Film. Die italienische Regisseurin Alice Rohrwacher («Glücklich wie Lazzaro») wurde für ihre Verdienste um den weltweiten Einfluss des europäischen Kinos geehrt. (sda/sih)

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