
Genveränderte Mücken sollen gegen die Verbreitung von Malaria helfen
Johanna Samland
Das Schweizerische Tropen- und Public Health Institut kann einen Erfolg verbuchen. In Zusammenarbeit mit Partnern in Tansania und London haben sie genveränderte Mücken entwickelt, die Malaria eindämmen sollen.
In einer Zusammenarbeit zwischen dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut, dem Imperial College in London, dem Ifakara Health Institute und dem National Institute for Medical Research in Tansania wurde eine neue Mückenart entwickelt. Die Mücken sollen, anders als ihre frei lebenden Artgenossen, die Verbreitung von Malaria eindämmen, teilt das Tropeninstitut mit. Das Malaria-Virus wird durch Parasiten, die sich in Mücken einnisten, verbreitet. Die Genmutation bei der neuen Mückenart verhindert, dass sich der Übertragungsparasit im Inneren der Mücke entwickeln kann.
In Tansania ist Malaria sehr verbreitet
Malaria ist in Malaria ein grosses Problem. Fast 93 Prozent der Bevölkerung lebt in einem Malaria-Risikogebiet. Zwar seien herkömmliche Methoden wie mit Insektiziden behandelten Bettnetze und das Besprühen von Innenräumen sehr wirksam, es gebe aber zunehmend Herausforderungen, weil die Mücken Resistenzen entwickeln und die tansanische Bevölkerung und damit der Bedarf an Schutzmaterial wächst.
Die genveränderten Mücken wurden in einem Hochsicherheitslabor in Tansania entwickelt. Bevor das Projekt im Feldversuch getestet wird, stehen zuerst noch Risikobewertungen an, schreibt das Tropeninstitut. So wolle man sichergehen, dass ein künftiger Einsatz der Mücken sicher und wirksam ist.
Mehr dazu
Feedback für die Redaktion
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Kommentare
Dein Kommentar
Mit dem Absenden dieses Formulars erkläre ich mich mit der zweckgebundenen Speicherung der angegebenen Daten einverstanden. Datenschutzerklärung und Widerrufshinweise
Kommentare lesen?
Um Kommentare lesen zu können, melde dich bitte an.



spalen
spannender ansatz! hoffen wir, dass er erfolgreich ist