
«Musste mir jeden Laut bewusst machen»: Jonas Gygaxs Rolle in der SRF-Sitcom
Valerie Zeiser
Der Basler Schauspieler Jonas Gygax spielt Adi in der neuen SRF-Sitcom «Unsere kleine Botschaft». Baseljetzt hat er verraten, wie viel Jonas in Adi steckt und ob es schwierig war, mit Akzent zu sprechen.
Das Wichtigste in Kürze
- Für die Rolle musste Jonas Gygax Wort für Wort und Laut für Laut lernen, wie man mit französischem Akzent spricht
- Eine Ähnlichkeit zwischen ihm und Adi sei, dass sich beide lieber auf die Sache konzentrieren und sich selbst in den Hintergrund stellen
- Laut Jonas Gygax sei das Team bei den Dreharbeiten so eng zusammengewachsen, dass er sogar Heimweh und Liebeskummer gehabt hätte.
Seit Ende Oktober ist der Basler Schauspieler Jonas Gygax in der Rolle des Adrien ‘Adi’ in der neuen SRF-Sitcom die Botschaft zu sehen. Eine Rolle, die zu ihm passt, wie Gygax gegenüber Baseljetzt verrät. «Adi hat etwas schnöseliges, feines und schüchternes. Ich hatte das Gefühl, dass das zu mir passt.» Es seien Charaktereigenschaften, die er schon mitbringe. «Adrian nimmt sich auch eher zurück und konzentriert sich auf die Sache.» Die Zurückhaltung und die Schüchternheit teile er mit ihm.

Beworben auf die Rolle hat sich Jonas Gygax nicht selbst. Eine Kollegin hat ihn empfohlen. Es sei dann auch ein Vorteil gewesen, dass er nicht ausschliesslich französischsprechend war. «So konnte ich gut auf Deutsch improvisieren», sagt er. Den französischen Dialekt habe er nur noch hinzufügen müssen. Aber auch das sei anspruchsvoll gewesen. «Ich musste mir Wort für Wort und Laut für Laut bewusst machen, wie man die Dinge ausspricht», sagt er rückblickend. Gygax hatte dafür aber einen Westschweizer Tonmeister am Set, der ihn gegebenenfalls korrigieren konnte.
28 Grad und Tropenfeeling im Zürcher Winter
Mit dem Ergebnis ist er nun ziemlich zufrieden, sagt Gygax. Sowieso liebe er sprachliche Aufgaben. «Ich habe mal ein Stück gespielt, in dem ich teilweise arabisch gesprochen habe.» Vorher hätte er sich dafür das Alphabet angeschaut und sich in die Sprache eingearbeitet. Sich einen neuen Klang oder eine fremde Sprache anzueignen, mache ihm Freude. «Es fordert mich zwar heraus, ich habe aber das Gefühl, dass ich damit etwas anfangen kann», sagt Jonas Gygax.
Die Botschaft befindet sich aber nicht in Frankreich, sondern in Südamerika. Die Filmkulisse sei extrem liebevoll ausgestaltet worden. «Es war so perfekt, dass man dachte, man sei dort», sagt Gygax. 28 Grad und Tropenfeeling, obwohl man im Winter in Zürich gedreht hat.
«Hoffe, dass es eine zweite Staffel gibt»
Nach Abschluss der Dreharbeiten hatte Gygax auch Heimweh und Liebeskummer nach dem Team. «Man wächst schon sehr eng zusammen, es ist ein sehr familiäres Gefühl.» Für die Sitcom hat er auch überwiegend positives Feedback erhalten. «Umso mehr finde ich es schade, dass es nicht mehr weitergehen wird.»
Alle sechs Folgen von «Unsere kleine Botschaft» kannst du auf Play SRF schauen.
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