
«Salina Raurica Ost» in der engeren Wahl für Ein-Standort-Lösung für KSBL
Baseljetzt
Der Regierungsrat prüft den Standort «Salina Raurica Ost» in Pratteln als mögliche Ein-Standort-Lösung für das Kantonsspital Baselland. Der definitive Entscheid soll Ende des ersten Quartals 2026 fallen.
Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat entschieden, das Areal «Salina Raurica Ost» in Pratteln als Ein-Standort-Option für das Kantonsspital Baselland (KSBL) in die Schlussevaluation aufzunehmen. Damit folgt er der Empfehlung einer Arbeitsgruppe, die zwei mögliche Standorte in Pratteln im Rahmen einer vertieften Machbarkeitsstudie geprüft hat, wie es am Freitag in einer entsprechenden Mitteilung heisst.
Untersucht worden seien die Areale «Salina Raurica Ost» und «Bredella Ost». Beide Standorte gelten laut Mitteilung grundsätzlich als betrieblich geeignet. In der Gesamtbeurteilung habe «Bredella Ost» jedoch schlechter abgeschnitten, insbesondere bei «planerischen und prozessualen» Aspekten. Ausschlaggebend seien unter anderem Unsicherheiten und hohe Kosten beim Landerwerb, die anspruchsvolle Einbettung in die städtebauliche Entwicklung von Pratteln sowie zusätzliche Verkehrsbelastungen für ein bereits stark beanspruchtes Strassennetz gewesen.
Ambitionierter Zeitplan
Die Machbarkeitsstudie weise auch für «Salina Raurica Ost» auf Herausforderungen hin. Der vom Regierungsrat anvisierte Zeitplan mit einer Inbetriebnahme im Jahr 2036 sei als «zu ambitioniert» eingestuft worden und wäre nur bei einem optimalen Projektverlauf realistisch. Beschleunigungsmassnahmen, etwa Parallelplanungen oder vorbereitende Arbeiten vor politischen Entscheiden, müssten frühzeitig eingeleitet werden, heisst es in der Mitteilung. Zudem wären Fragen zur Verkehrsanbindung, zur Flächensicherung für spätere Erweiterungen sowie zu Lärmschutzmassnahmen zu klären.
In einem nächsten Schritt soll die Ein-Standort-Option «Salina Raurica Ost» nun der bisherigen Zwei-Standort-Lösung auf dem Bruderholz und in Liestal gegenübergestellt werden. Der Regierungsrat erwarte die Ergebnisse der Abschlussevaluation im ersten Quartal 2026 und plane, Ende März einen Entscheid zu fällen und dem Landrat einen entsprechenden Antrag zu unterbreiten.
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