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Kulturunternehmen sind im Aufschwung, die Anzahl der Beschäftigten geht aber zurück
©Bild: Keystone
Arbeitsmarkt
Kultur

Kulturunternehmen sind im Aufschwung, die Anzahl der Beschäftigten geht aber zurück

17.12.2025 17:11 - update 17.12.2025 17:16

Baseljetzt

Im Kulturbereich kommt es zu überdurchschnittlich vielen Unternehmensgründungen. Gleichzeitig geht die Zahl der Beschäftigten pro Unternehmen aber zurück. Das zeigen Zahlen des Bundesamts für Kultur.

«Wir beobachten, dass einige neue Unternehmen allein oder mit sehr wenigen Mitarbeitenden starten, wo früher von Anfang an ein oder zwei zusätzliche Personen eingestellt wurden», sagte Olivier Moeschler, Soziologe an der Universität Lausanne, am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Seiner Ansicht nach können «kleinere Strukturen anfälliger für Überlastungen sein».

Zwischen 2022 und 2023 stieg die Zahl der Kulturunternehmen gemäss Statistik um 1,4 Prozent und damit stärker an als in der Gesamtwirtschaft (+1,0 Prozent). Gleichzeitig wuchs die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Sektor nur um 1,0 Prozent, während sie in der Gesamtwirtschaft um 1,5 Prozent stieg.

Die Folge: Die Kulturunternehmen werden immer kleiner. 2023 beschäftigten sie im Durchschnitt 2,4 Vollzeitäquivalente, gegenüber 2,9 im Jahr 2011.

Kulturunternehmen befinden sich wirtschaftlich im Aufschwung

Wirtschaftlich gesehen sorgt der Sektor jedoch weiterhin für Wohlstand. Die Bruttowertschöpfung erreichte 2023 15,5 Milliarden Franken, was einem Anstieg von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und von 3,5 Prozent gegenüber 2019, dem letzten Jahr vor der Covid-19-Pandemie, entspricht. Damit machte die Kultur im Jahr 2023 1,9 Prozent des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) aus.

In der Schweiz gab es 2023 68’233 Kulturunternehmen mit 243’207 Arbeitsplätzen, was 161’735 Vollzeitäquivalenten entspricht. Gemäss der internationalen Definition von Eurostat, dem europäischen Statistikamt, umfasst die Kulturwirtschaft unter anderem das kulturelle Erbe, die visuellen und szenischen Künste, das Buch- und Pressewesen, den audiovisuellen Bereich, die Architektur, die Werbung oder das Kunsthandwerk. (sda/jsa)

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