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Schweizer Spielfilm «Wyld» zeigt die jugendliche Perspektive auf Basel
©Bild: Royalfilm
Film
Kultur

Schweizer Spielfilm «Wyld» zeigt die jugendliche Perspektive auf Basel

11.12.2025 15:46 - update 11.12.2025 18:31
Michael Kempf

Michael Kempf

Der Film ist aus der Insta-Serie «Becoming Momo» entstanden. Für die Basler Schauspielerin Nina Brack ist es das Leinwanddebüt. Baseljetzt war bei der Vorpremiere am Mittwoch im Kultkino dabei.

Das Kultkino Camera ist am Mittwochabend gut gefüllt, nur wenige Sitzplätze bleiben frei. Unter den Zuschauern sind auch einige der Schauspieler:innen sowie Regisseur Ralph Etter, denn der Schweizer Spielfilm «Wyld» feierte seine Basler Vorpremiere.

Der Film begleitet die drei Jugendlichen Ben (gespielt von Tim Rohrbach), Momo (gespielt von Nina Brack) und Zoe (gespielt von Lia Rémy) durch ihren Alltag in Basel. Während Ben sich plötzlich in Zoes Freund verliebt und mit seiner sexuellen Identität ringt, steht Momo vor einer Sinneskrise. Sie bricht die Schule ab, haut von zu Hause ab und will die Welt retten. Zoe erlebt derweil einen sexualisierten Übergriff, den sie zu verarbeiten versucht.

Eine Besonderheit sind die verschiedenen Hochformat-Einstellungen, mit denen der Film «Wyld» (auf Smartphones) gedreht wurde. Dadurch wird er immer wieder in drei Splitscreens unterteilt, die entweder verschiedene Einstellungen der gleichen Szene oder zwei Handlungen nebeneinander zeigen. Dennoch gelingt es dem Film, den Fokus zu halten und einen näher an das Geschehen der Jugendlichen zu bringen.

Insta-Serie «Becoming Momo»

«Wyld» war ursprünglich gar nicht geplant, erzählt Regisseur Ralph Etter bei der Vorpremiere. Aus den Aufnahmen entstand eher durch einen Zufall noch ein Spielfilm. Die Aufnahmen stammen alle aus der Instagram-Serie «Becoming-Momo», die von 2019 bis 2021 für drei verschiedene Instagram-Accounts gedreht wurde.

Auf Instagram konnte man Hauptcharakteren Momo, Ben und Zoe auf ihren jeweiligen Kanälen folgen und ihre Geschichten verfolgen. Dies führte jedoch teilweise dazu, dass nicht immer klar war, ob es sich bei den Aufnahmen um echte Geschichten oder Fiktion handelte. Für die Basler Schauspielerin Nina Brack war es teilweise schwierig, auf ihrem Serienkanal direkt mit «Hallo Momo» angesprochen zu werden, wie sie während der Podiumsdiskussion im Anschluss erzählte. Umso mehr freut sie sich, dass sie mit dem daraus entstandenen Spielfilm nun ihr Leinwanddebüt feiert.

Schweizer Spielfilm «Wyld» zeigt die jugendliche Perspektive auf Basel
Die Filmcrew an der Basler Vorpremiere von «Wyld». Bild: Baseljetzt

Die Perspektiven der Jugend

Besonders herausragend an diesem 96-minütigen Spielfilm sind die schauspielerischen Leistungen der drei Protagonist:innen. Wir sind immer hautnah dabei, wenn sie mit Selbstzweifeln und Zukunftsängsten kämpfen. Besonders der Moment, in dem Zoe den Übergriff verarbeiten muss und dabei erneut ihrem Täter gegenübersteht, sorgt für Gänsehaut.

Der Film richtet den Fokus bewusst auf die Perspektiven der Jugendlichen. Erwachsene kommen im Film entweder nur aus dem Off oder im Hintergrund vor. Sie sind zwar spürbar, doch der Fokus gehört den Jugendlichen.

Der Spielfilm «Wyld» startet am 11. Dezember in den Schweizer Kinos. In Basel ist er im Kultkino Camera zu sehen.

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11.12.2025 15:17

spalen

spannendes projekt

1 0

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