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So reagieren die Cliquen auf die Brandschutzmassnahmen des Kantons
©Bilder: zVg / Baseljetzt, Montage: Baseljetzt
Fasnacht
Basel-Stadt

So reagieren die Cliquen auf die Brandschutzmassnahmen des Kantons

22.01.2026 18:18 - update 23.01.2026 10:05
Simon Häring

Simon Häring

Am Donnerstag hat der Kanton Basel-Stadt das neue Massnahmenpaket für den Brandschutz an der Fasnacht bekanntgegeben. Die Cliquen zeigen sich bemüht und ergreifen die ersten Massnahmen.

Die Basler Regierung möchte bis zur Fasnacht alle 70 Cliquen-Keller durch die Feuerpolizei Basel-Stadt prüfen lassen. Zudem wird es an den Drei scheenschte Dääg zu Stichkontrollen kommen. Baseljetzt berichtete über die neuen Massnahmen. Viele der Cliquen müssen sich zuerst intern besprechen und wollen die Lage nun nochmals analysieren.

Der Obmann der Clique Alti Richtig und der Besitzer des Heubergkellers zeigen sich positiv gestimmt. Die Brandschutzthematik sei nichts Neues und grundsätzlich seien alle an einer sicheren Fasnacht interessiert.

Massnahmen «im Prinzip gut»

Der Obmann der Alti Richtig, Carlo Bertossa, findet die Massnahmen «im Prinzip gut». In der Clique würden sie sich schon länger mit dem Thema Brandschutzmassnahmen auseinandersetzen. Bereits kurz nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana hätte die Clique gemeinsam mit einem Brandschutzexperten die Räumlichkeiten begangen. «Da stellte sich heraus, dass wir nicht so schlecht aufgestellt sind», meint Bertossa. Es seien gewisse Dinge aufgetaucht, die sie bis zur Fasnacht angehen wollen. Unter anderem werden sie im Keller die Fluchtwege besser markieren. Die Treppe soll zum Beispiel mit LED-Belichtung ausgestattet werden, zudem sollen auch neue Notausgang-Schilder installiert werden.

In einer Versuchsreihe habe man die Brennbarkeit der im Keller installierten Laternen getestet. «Wir dachten, sie brennen viel besser, aber sie brennen in der Tat erst nach etwa 20 bis 30 Sekunden. Und nur dann, wenn sie direkt mit einer Flamme in Kontakt kommen», so das Fazit des Obmanns der ARi.

Ungewollter Praxistest

Carlo Bertossa berichtet im Interview mit Baseljetzt zudem von einem ungewollten Praxistest vor etwa zehn Jahren: «Ein intelligenter junger Mann kam auf die Idee, er könne eine Rauchpetarde zünden, wie man sie vom Joggeli kennt. Für uns zeigte es, dass das Evakuierungskonzept funktionierte, sprich innert Minutenfrist war der Keller leer.» Unter anderem deshalb gibt sich Bertossa zuversichtlich vor der anstehenden Kontrolle durch die Feuerpolizei.

Schallschutzdecke entspreche höchster Brandschutznorm

So reagieren die Cliquen auf die Brandschutzmassnahmen des Kantons
Die Schallschutzdecke im Heubergkeller wurde direkt nach der Brandkatastrophe nochmals auf ihre Brandschutznorm überprüft. Bild: Baseljetzt

Kellerbesitzer Helmut Zimmerli-Menzi zeigt sich hingegen überzeugt, dass der Heubergkeller ohne weiterführende Massnahmen durchkommt. Bereits in der ersten Januar-Woche habe er die Feuerlöscher und Löschdecken überprüft. Zudem habe er die vor einigen Jahren installierte Schallschutzdecke auf ihre Brandschutznorm überprüft. Er gehe davon aus, dass die kommenden Kontrollen konstruktiv und beratend verlaufen werden und die Inspekteure ihre Kontrollen mit Augenmass durchführen werden.

Als einzige zusätzliche Massnahme könnte sich Zimmerli-Menzi eine Beschränkung der maximal zulässigen Personen im Keller vorstellen, wobei sie sowieso nur eine begrenzte Anzahl Sitzplätze hätten. Für ihn sei es wichtig, dass man aus der Brandkatastrophe von Crans-Montana lernt und sich Gedanken macht, «was man ändern muss oder kann, damit bei uns nicht etwas Ähnliches passiert».

«Wir haben eine Verunsicherung verspürt»

Der Kanton habe eine grosse Bereitschaft sowie eine Verunsicherung verspürt, unter anderem deshalb wolle man die Betreiber:innen unterstützen. Der Kanton möchte mit einer allgemeinen Informationskampagne die Bevölkerung wieder auf die Verhaltensempfehlungen aufmerksam machen. Der ganze Talk mit Finanzdirektorin Tanja Soland und der Direktorin der Gebäudeversicherung Basel-Stadt, Veronika Röthlisberger:

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Kommentare

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22.01.2026 17:30

Hampe56

Vorsicht ja- Panikmache… nein!

7 4
05.02.2026 18:08

Hoschi

Bin ich froh, dass ich Ihre Kommentare hier nicht mehr lesen muss. Freude herrscht.

2 1
23.01.2026 10:15

Hoschi

Doch genug Vorsicht ist wichtig und begrüssenswert! Lieber genug vorsichtig sein und es passiert nichts.

4 0

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