
Weitere Opfer melden sich: Reformierte Kirche Baselland reagiert mit offenem Brief
Baseljetzt
Nachdem im September ein ehemaliger Pfarrer der Reformierten Kirche Baselland im September wegen sexueller Handlungen mit Kindern schuldig gesprochen wurde, haben sich weitere Opfer bei der Kirche gemeldet.
In einem offenen Brief berichtet die reformierte Kirche Baselland, dass sich zehn weitere Opfer des ehemaligen Pfarrers bei offiziellen Stellen gemeldet hätten. Man distanziere sich klar von Menschen, die ihre berufliche Stellung auf solche Weise ausnützen würden, Vertrauen missbrauchen, Mitmenschen in ihrer Integrität verletzen und damit auch der Gemeinschaft Schaden zufügen würde, schreibt Kirchenratspräsidentin Regine Kokontis im Brief. Man entschuldige sich bei allen Opfern.
Mit Fake-Sorgentelefon zu Nacktbildern
Von 2013 bis 2015 hat ein Baselbieter Pfarrer zwei junge Konfirmandinnen davon überzeugt, bei einem SMS-Sorgentelefon mitzumachen. Diesen Dienst hat es aber nie gegeben. Der Pfarrer wollte so nur an Nacktbilder der beiden Mädchen gelangen. Im September wurde der 62-Jährige vom Baselbieter Strafgericht verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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«Im Namen der Reformierten Kirche Baselland anerkenne ich das Leid, das den Betroffenen zugefügt worden ist. Ich hoffe fest, dass sie die Unterstützung erhalten, die sie brauchen und die sie stärkt», schreibt Kokontis weiter.
Es bestehe eine Gruppe von mindestens sechs Betroffenen, die miteinander im Austausch seien und einander wissen lassen, dass niemand damit allein sei. Bei Bedarf würden interne und externe Fachleute zu ihrer Unterstützung und Begleitung herbeigezogen. (vaz)
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