«Weniger als erwartet»: UKBB mit Verlust von 2,2 Millionen Franken
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Geschäftsbericht
Basel-Stadt

«Weniger als erwartet»: UKBB mit Verlust von 2,2 Millionen Franken

04.06.2024 15:07
Larissa Bucher

Larissa Bucher

Das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) schreibt 2023 einen Verlust von 2,2 Millionen Franken. Grund dafür sei die «strukturelle Unterfinanzierung der Kindermedizin».

Mit diesem negativen Ergebnis hat das UKBB seine eigenen Erwartungen «deutlich übertroffen». Budgetiert war nämlich ein Verlust von 7,1 Millionen Franken. «Zur längst bekannten finanziellen Unterdeckung im ambulanten Bereich kamen im vergangenen Geschäftsjahr die Teuerung und kostenintensive, aber unumgängliche Personalmassnahmen hinzu», heisst es in der Mitteilung vom Dienstag. So habe das Spital etwa seine Personalkosten um 5,4 Millionen Franken erhöht. Davon soll vor allem das Pflegefachpersonal in Form von «verbesserten Löhnen und deutlich faireren Schichtzulagen» profitieren.

Aus medizinischer Sicht blickt Urs Frey, ärztlicher Direktor des UKBB, insgesamt auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück: «Für die Patientenversorgung und die klinische Forschung konnten wesentliche Qualitätsverbesserungen erreicht werden. Dies insbesondere durch Prozessoptimierungen im Patienten- und Zuweisermanagement, verbesserte Abläufe im ambulanten und stationären Bereich und durch die weitere Digitalisierung des Klinikinformationssystems und der Forschungsinfrastrukturen.»

«Kaum Chancen, kostendeckend zu arbeiten»

Dass der Verlust im Jahr 2023 weniger deutlich ausgefallen ist, als prognostiziert, sei neben verschiedenen Finanz- und Sondereffekten vor allem einem «unerwartet steilen Anstieg der Patientenzahlen im vergangenen Herbst» zu verdanken, heisst es in der Mitteilung weiter. Stationär habe sich die Patientenzahl gegenüber dem ausserordentlich intensiven Vorjahr stabilisiert. Das UKBB behandelte im vergangenen Jahr 6’020 Patient:innen.

«Verwaltungsrat und Geschäftsleitung unternehmen alles, um auf der Kostenseite auch weiterhin das Ergebnis zu verbessern und mit strategischen Projekten in Zukunft positive Ertragseffekte zu erzielen. Sollte sich aber die Finanzierungssituation nicht bessern – insbesondere die Abgeltung der ambulanten Leistungen – wird das UKBB auch in mittelbarer Zukunft kaum Chancen haben, kostendeckend zu arbeiten», wird Marco Fischer, Vorsitzender der Geschäftsleitung am UKBB, zitiert.

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