
Weniger Bahn, mehr Strasse: Regionaler VCS kritisiert Basler Kantone
Shahed Staub
Die beiden Basel wollen den Bahnknoten Basel stark verkleinern. Der VCS warnt: Dadurch könnte die Region den Anschluss an eine leistungsfähige, trinationale S-Bahn verlieren.
Besonders problematisch sei, dass die Kantone ihre Bahnpläne bereits zurückfahren, obwohl noch offen ist, welche Konsequenzen der Bundesrat aus dem Weidmann-Bericht ziehen wird, schreibt der VCS beider Basel am Donnerstagmittag. Damit entfernen sich die Kantone vom Ziel, den Verkehr von der Strasse auf die Schiene zu verlagern. Für die wachsenden Verkehrsprobleme der Region brauche es jedoch einen starken Bahnknoten Basel und eine echte trinationale S-Bahn, so der VCS.
Im Widerspruch zu Klima- und Umweltzielen
«Die Region braucht die rasche und konsequente Förderung des öffentlichen Verkehrs», sagt Jan Kirchmayr, Vorstandsmitglied des VCS beider Basel. «Dazu gehören der Viertelstundentakt der S-Bahn ins Birstal, Fricktal und Ergolztal, Schnellzughalte in der Agglomeration und die baldige Realisierung des Tramnetz 2030».
Entgegen den Klima- und Umweltzielen soll gleichzeitig der Autobahn-Ausbau, insbesondere der Rheintunnel, zügig vorangetrieben werden, kritisiert der VCS weiter. Dies fördere zusätzlichen Autoverkehr und widerspreche dem Volkswillen in Basel-Stadt. Unverständlich ist für den VCS, warum der Bahnknoten verkleinert werden soll, während beim Rheintunnel keine Redimensionierung vorgesehen ist.
Kritisch beurteilt der VCS auch die Rolle der Handelskammer beider Basel, die weiterhin den klar abgelehnten Rheintunnel fordert. Aus Sicht des VCS fehlt den Kantonen ein konsequenter Einsatz für eine nachhaltige Verkehrspolitik im Interesse der gesamten Region.
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