
Rutscher am Chuenisbärgli: Diese drei Baselbieter ebneten Odermatt den Weg
Giulia Ballmer
Für den Weltcup-Slalom in Adelboden packten auch Baselbieter mit an: Drei Rutscher vom Skiclub Reigoldswil bereiteten frühmorgens die Piste vor. Eine anspruchsvolle Aufgabe auf eisigem Untergrund.
Früh aufstehen, Ski schleifen, und ab in die Kälte. Für den Weltcup-Slalom in Adelboden am vergangenen Wochenende musste die Piste präpariert und startklar gemacht werden. Drei Jungs vom Skiclub Reigoldswil im Baselbiet waren dort als «Rutscher» im Einsatz – eine nicht alltägliche Aufgabe.
Um ein solch grosses Skirennen auf die Beine zu stellen, brauchte es zahlreiche Helfer:innen im Hintergrund. Dazu gehörte auch der Skiclub Reigoldswil. Als «Rutscher» hatten sie eine wichtige Funktion für das Rennen inne. Nach jedem Ski-Athleten wird gerutscht, um die optimale Pistenvoraussetzung zu gewährleisten.
Eisiger Untergrund
Der Tag begann für die Baselbieter Rutscher bereits um vier Uhr morgens. Da es in der Nacht geschneit hatte, gab es einiges zu tun, um die Piste wieder in Topform zu bringen. Bereits nach ein paar Rutschfahrten musste Marco Nebiker aus dem Skiclub Reigoldswil seine Ski nachschleifen: «Die Piste ist eisig wie ein Gletscher, das ist schon sehr herausfordernd», meint der Baselbieter Skifahrer um sechs Uhr in der Früh.

Als Rutscher braucht es viel Können
Um ein Teil des Rutschteams zu sein, brauche es gute Skikenntnisse. «Nicht jeder ist dieser Aufgabe gewachsen, man muss schon ein sehr guter Skifahrer sein», meint Rutschchef Hans Sahli.

Marco Nebiker vom Skiclub Reigoldswil ist sich dessen wohl bewusst: «Ich bin schon ein wenig nervös, vor allem wenn dann das Rennen startet. Es ist sehr eisig, man möchte nicht vor laufender Kamera als «Rutscher» stürzen und das Rennen verzögern».
«Rutscher» haben eine wichtige Funktion. «Sie helfen, die Piste optimal vorzubereiten, damit jeder Fahrer die bestmöglichen Bedingungen hat», erklärt Hans Sahli. Mit Geschwindigkeit und seitlichem Rutschen wird der Schnee möglichst weit nach aussen gedrückt. «Die breite Rutschpiste sorgt dafür, dass Rennfahrer auch bei kleinen Fahrfehlern nicht unmittelbar im Neuschnee landen», so der Rutschchef.
Bevor der erste Lauf startet, sind sie bereits gut vier Stunden unterwegs gewesen. Durch das viele Glatteis muss man kräftig auf die Kanten stehen. «Meine Beine spüre ich jetzt schon am Ende des Tages», so Marco Nebiker. Trotzdem lässt er die Müdigkeit nicht zu: «Es ist eine Einstellungssache.»
«Ich erfülle meinen Kindheitstraum»
Um 16 Uhr, nach den Aufräumarbeiten, blickt Marco Nebiker auf den Tag zurück. Ein einzelnes Highlight herauszupicken, fiel ihm schwer: «Ich habe so viele Eindrücke von heute. So nahe an den Athleten zu sein, war auf jeden Fall sehr beeindruckend.» Und auch ein kleiner Kindheitstraum ging für ihn in Erfüllung: «Seit ich klein bin, habe ich davon geträumt, hier zu sein – jetzt tatsächlich hier zu stehen, ist etwas ganz Besonderes.»
Mehr dazu
Feedback für die Redaktion
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Kommentare
Dein Kommentar
Mit dem Absenden dieses Formulars erkläre ich mich mit der zweckgebundenen Speicherung der angegebenen Daten einverstanden. Datenschutzerklärung und Widerrufshinweise
Kommentare lesen?
Um Kommentare lesen zu können, melde dich bitte an.



Hoschi
Das ist sehr bewundernswert, wie viele Freiwillige da mithelfen, bravo!
spalen
interessanter einblick in einen sportanlass von internationaler bedeutung!