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Eltern verlangen bessere Betreuung für beeinträchtigte Kinder
©Bild: zVg
Petition
Baselland

Eltern verlangen bessere Betreuung für beeinträchtigte Kinder

05.12.2025 15:25

Baseljetzt

Rund 15 Personen haben am Freitag in Liestal zwei Petitionen mit insgesamt fast 2’000 Unterschriften an die Landeskanzlei übergeben. Sie fordern vom Kanton, die Bildungs- und Betreuungsqualität für Kinder mit besonderen Bedürfnissen zu sichern und geplante Sparmassnahmen zu stoppen.

Begleitet wurde die Übergabe von einer symbolischen Aktion, wie aus der Medienmitteilung der Elterngruppe für Familienentlastung im Baselbiet hervorgeht. Die Unterstützenden zogen ein grosses Kartonboot durch das Liestaler Stedtli, um auf die aus ihrer Sicht prekäre Lage der Sonderschulen und der familienergänzenden Betreuung aufmerksam zu machen. Viele trugen Rettungsringe als Zeichen dafür, dass es nicht um Zusatzangebote geht, sondern um ein System, das kurz vor dem Kentern stehe.

Im Boot sass laut Mitteilung der elfjährige Noé, der eine schwere Form von Autismus hat und die Heilpädagogische Schule Münchenstein besucht. An seinem Beispiel machten die Eltern deutlich, wozu die seit April beschlossenen Kürzungen führen: weniger Unterricht, kaum noch Therapien sowie praktisch keine Betreuung an schulfreien Nachmittagen oder in den Ferien.

Eltern verlangen bessere Betreuung für beeinträchtigte Kinder
Bild: zVg

Gravierende Folgen für betroffene Familien

Die Petent:innen warnen vor gravierenden Folgen für die betroffenen Familien, heisst es in der Mitteilung weiter. Eltern stünden am Limit, Geschwister müssten zurückstecken und die Entwicklungschancen der Kinder sinken. Unterstützung erhalte die Gruppe auch von der «IG besondere Kinder und Schule», die an der Übergabe ebenfalls Kritik an den mangelnden Zuständigkeiten und fehlenden Unterstützungsstrukturen äusserte.

Bereits am 10. Dezember entscheidet der Landrat über den Budgetantrag zum Stellenplan in der Sonderschulung. Dieser soll gemäss Communiqué die dringendsten personellen Lücken schliessen und die gesetzlich vorgeschriebene Förderung sichern.

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05.12.2025 18:27

SimonBolivar

Statt Millionen für Kulturunterstützung (Millionen für Kunstmuseen) auszugeben, die sowieso genug private Finanzierung erhält, wäre hier das Geld sinnvoll eingesetzt. Also ParlamentarierInnen, sprecht das Geld für Zwecke, die breiten Bevölkerungsschichten und Benachteiligten etwas bringt. Es braucht nicht mehr Geld sondern endlich sinnvoll eingesetzt.

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