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Bahnhof
Basel-Stadt

Neue Passerelle wird bisher kaum genutzt– SBB zeigen sich jedoch optimistisch

10.01.2026 10:25 - update 10.01.2026 12:49

Baseljetzt

Vor gut einem Monat wurde die provisorische Passerelle am Bahnhof SBB eröffnet. Sie soll die grosse Passerelle entlasten. Genutzt wird sie aber nicht so viel, wie die SBB gerne hätten.

Am Freitag kurz nach 8 Uhr in der Hauptpasserelle am Bahnhof SBB: Es herrscht reger Betrieb. Gleichzeitig ist die provisorische Passerelle, die vor einem Monat eröffnet wurde, wie ausgestorben. Ganz zum Unverständnis der wenigen Passantinnen und Passanten, die man in der neuen Passerelle antrifft. «Ich kann mir das eigentlich nicht erklären. Für mich ist sie einfach praktischer», so eine Person. «Ich finde, dass es zum einen vorne zu viele Leute hat und zum anderen, weil es einfach näher bei meinem Ausstiegsort ist.»

«Drüben hat es mir einfach zu viele Leute, dann muss ich im Zickzack laufen», sagt eine Frau. «Hier ist es angenehmer. Ich kann in meinem Tempo laufen und komme gleich ans Ziel.» Auch eine andere Person benutzt die neue Passerelle lieber, weil weniger Leute dort sind. «Aber das wird sich sicher noch rumsprechen», sagt sie.

«Wir sind zuversichtlich»

Auch der SBB-Mediensprecher Moritz Weisskopf ist überzeugt, dass sich die Leute erst noch an die neue Passerelle gewöhnen müssen. Dann werde sie auch mehr genutzt. «Es braucht einen Moment, bis man wahrnimmt, dass es hier hinten noch eine Passerelle gibt, die überall durchgeht – über alle Gleise.»

Weisskopf fügt an: «Seit dem Fahrplanwechsel halten die Züge auch wesentlich weiter hinten bei der provisorischen Passerelle.» Das bedeutet: «Es ist jetzt für die Leute zum Teil auch näher, wenn sie zum Beispiel ins Gundeli-West oder auch nur das Gleis wechseln wollen.» Es brauche eine Weile, aber: «Wir sind zuversichtlich, dass diese Passerelle von mehr Leuten genutzt werden wird», so Weisskopf.

«Sie bringt einen Mehrwert»

Auch Christian Aeschlimann von der Planungsgruppe Gundeli findet, sei unter dem Strich ein Gewinn für das Quartier: «Grundsäztlich ist jede Querung über den Bahnhof fürs Gundeli positiv. Sie bringt also schon einen Mehrwert.» Allerdings sei die Passerelle nicht ganz so gut ans Gundeli angebunden, «es gibt ein bissschen Umwege», findet Aeschlimann. Ausserdem hätte sich er sich noch eine Velospur gewünscht. Diese konnte sich aber nicht durchsetzen.

Ob künftig mehr Leute die neue Passerelle benutzen und wie fest sie die Hauptpasserelle wirklich entlasten wird, wird sich zeigen.

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Kommentare

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11.01.2026 22:34

Mondliebe

Es fehlen Rolltreppen! Niemand benutzt gern freiwillig Treppen oder wartet auf einen Lift, wenn man es bequemer haben kann auf der anderen Passerelle, die zudem noch direkt zu den Trams führt..

7 1
10.01.2026 19:17

Hampe56

zu beklemmend?

1 2
10.01.2026 20:32

Sonnenliebe

Hemmend?

2 2

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