Schrebergarten zum dritten Mal zerstört: «Ich gebe nicht auf»
Valerie Zeiser
Richard von Allmen sieht sich zum dritten Mal konfrontiert mit abgesägten Bäumen, ausgerissenen Sträuchern und jahrelanger Arbeit, die nun für nichts war. Trotz Kameras wurde der Täter noch nicht gefunden.
In Kürze
- Richard von Allmen besitzt zwei Schrebergartenparzellen beim Rankhof in Basel
- Von Sonntag auf Montag hat eine unbekannte Täterschaft im Garten gewütet und diesen zerstört
- Von Allmen hat Videoaufnahmen vom Täter und hat diese der Polizei weitergeleitet
Wo der stolze Apfelbaum stand, ist nur noch ein Baumstumpf übrig. Daneben liegt die Krone. Vereinzelt sind noch Äpfel zu erkennen. «Er hat uns immer noch schön Schatten gespendet, wenn es heiss war», sagt Richard von Allmen. Ihr gehört der Schrebergarten, der jetzt abermals zerstört wurde. Dieses Mal traf es den Apfel- und Mirabellenbaum, die Karotten, Bohnen, den Federkohl und vieles weitere. Die Pflanzen wurden abgesägt, herausgerissen und achtlos beiseite geworfen.
2022 sogar Goldfische vergiftet
«Schon zum dritten Mal ist das jetzt passiert», erklärt von Allmen. Er besitzt zwei Schrebergärten beim Rankhof. Beim ersten Mal, 2022, wurden gar die Goldfische im Teich vergiftet. Zum zweiten Mal passierte es dann im Juni 2025. Damals traf es nebst vielen Gemüsepflanzen auch den Oliven- und Pflaumenbaum.

«Der Täter hat es wohl auf mich abgesehen», meint von Allmen. «Es ist verrückt, wahnsinnig.» Er hat eine Vermutung, wer es gewesen sein könnte, möchte diese aber nicht konkretisieren. «Ich denke aber, dass es jemand war, der auch einen Schrebergarten besessen hat.» Trotz Anzeigen konnte der Täter bis jetzt nicht gefunden werden. Auch dieses Mal hat Richard von Allmen wieder Strafanzeige bei der Polizei eingereicht.
Aufnahmen vom Täter an Polizei weitergeleitet
«Ich bin nicht zufrieden, wie die Polizei mit dem Fall umgeht. Ich denke, das ist dann einfach eine Akte, die vergessen geht», sagt er. Nach dem ersten Vorfall 2022 hat Richard von Allmen aber aufgerüstet. Zwei Videokameras hat er aufgestellt, die die Videos an sein Handy senden. «Wir haben den Täter dann auch gesehen, bevor er die Kamera abgenommen hat, aber er war komplett vermummt.» Sogar Handschuhe habe er getragen. Die Aufnahmen hat von Allmen nun an die Polizei weitergeleitet.

«Es geht nicht um den finanziellen Schaden», sagt von Allmen. Im Vordergrund stehe, dass sein Rückzugsort nun zerstört sei. «Immer wieder bin ich hier, auch mal mit meinem Sohn oder der ganzen Familie. Erst am Wochenende haben wir hier alle am Nachmittag zusammen Kuchen gegessen.» In der Nacht von Sonntag auf Montag hat der Täter dann zugeschlagen.
«Was soll ich denn machen?»
Natürlich habe er Angst, dass es nochmals passiert, sagt von Allmen. «Aber was soll ich denn machen? Ich kann den Schrebergarten nicht absperren. Ich kann nur nichts mehr nachpflanzen.» Das wolle er aber nicht, denn er gibt nicht auf. «Der Täter bekommt uns hier nicht weg», versichert er.
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Fredy66
Im Bericht steht dass er 2 Schrebergärten hat. Warum hat er 2? Ich dachte immer es gibt eine Warteliste für Leute die einen wollen, und er hat 2. Er vermutet dass es jemand ist der einen Schrebergarten hat(te). Wenn hatte dann könnte das der Grund sein weil das Opfer 2 hat und der andere keinen
User
Es muss jemand der etwas gegen ihn hat oder einfach unbrauchbare !! Die einfach ” freude” haben am zerstören